A.B.A.S. РAnlaufstelle bei Essstörungen Stuttgart

Informationen zu Essstörungen

Hier die wichtigsten Essst√∂rungen und die f√ľr sie typischen Symptome – die Grenzen sind unter Umst√§nden flie√üend.

Anorexia nervosa (Magersucht)

  • Gedanken kreisen st√§ndig um Essen, Gewicht und Figur
  • starkes bis lebensbedrohliches Untergewicht, das Betroffene bewusst herbeif√ľhren
  • extremes Hungern und/oder zum Teil auch Essanf√§lle mit anschlie√üendem Erbrechen, oft kombiniert mit Abf√ľhrmitteln
  • k√∂rperliche √úberaktivit√§t (√ľbertriebener Sport)
  • starker Leistungswille
  • verzerrte K√∂rperwahrnehmung
  • fehlende Krankheitseinsicht
  • h√§ufig Ausbleiben der Periode bei Frauen, Potenzverlust bei M√§nnern

Bulimia nervosa (Ess-Brecht-Sucht)

  • √§u√üerlich oft unauff√§llig
  • Essanf√§lle mit anschlie√üendem Erbrechen (mindestens 1 x pro Woche), Kontrollverlust
  • Scham und Schuldgef√ľhle
  • Verheimlichung und Verschleierung des Verhaltens
  • st√§ndige Besch√§ftigung mit Essen und Gewicht, extreme Minderwertigkeitsgef√ľhle
  • h√§ufig Zyklusst√∂rungen

Binge-Eating-Störung (regelmäßige Essanfälle)

  • mindestens eine Essattacke pro Woche mit¬†Kontrollverlust ¬†(Verzehr einer gro√üen Menge von Nahrungsmitteln in kurzer Zeit) √ľber einen Zeitraum von √ľber drei Monaten
  • kein Entgegenwirken der Kalorienmenge durch Erbrechen oder Abf√ľhrmittel
  • anschlie√üend starke Schuld- und Schamgef√ľhle
  • in Folge der wiederkehrenden Essanf√§lle h√§ufig ansteigendes Gewicht

Adipositas 

(eine¬†√ľber das Normalma√ü hinausgehende Vermehrung des K√∂rperfetts, Fettleibigkeit)

Adipositas gilt nicht als „klassische Essst√∂rung“, da sie sich h√§ufig durch eine Fehlern√§hrung entwickelt, die der betroffenen Person nicht zwangsl√§ufig einen Leidensdruck verursacht. Dient das √ľberm√§√üige Essen (Esssucht) hingegen als kompensatorische Ma√ünahme gegen√ľber psychischen Belastungen (z.B. Stress, Gef√ľhle), wird dieses Essverhalten als „psychogene Adipositas“ bezeichnet und bedarf auch einer psychotherapeutischen Mitbehandlung. Kennzeichen k√∂nnen sein:

  • deutliches √úbergewicht
  • Kontrollverlust beim Essen
  • h√§ufige Essanf√§lle
  • Essen als Ersatz
  • Gef√ľhle von Minderwertigkeit, Versagen, Unzul√§nglichkeit

Sonstige Essstörungen (atypische Essstörungen)

Darunter fallen alle Essst√∂rungen, die sich nicht eindeutig dem Erscheinungsbild einer Magersucht, einer Bulimie oder der Binge-Eating-St√∂rung zuordnen lassen, weil sie nicht alle Kriterien erf√ľllen. Auch Mischformen zwischen den „klassischen Essst√∂rungen“ werden der Kategorie ‚ÄěSonstige Essst√∂rungen‚Äú zugeordnet.

Diese Essst√∂rungen d√ľrfen nicht verharmlost werden und m√ľssen dringend professionell behandelt werden, da auch sie gravierende gesundheitliche, seelische und soziale Folgen haben k√∂nnen.