A.B.A.S. – Anlaufstelle bei Essstörungen Stuttgart

Essstörungen bei Jungen* und Männern*

Essstörungen bei Jungen* und Männern*

Essstörungen gelten vielfach als typisch „weibliche“ Erkrankungen, doch zunehmend sind es auch Jungen* und Männer*, die erkranken – und das betrifft alle Formen der Essstörungen.

Eine „Essstörung“ wird bei männlichen Betroffenen oft zunächst gar nicht in Betracht gezogen, weder von ihnen selbst, noch in der Familie und auch im weiteren Umfeld. Dementsprechend sehen wir es als wichtige Aufgabe an, für diese Thematik zu sensibilisieren und uns explizit mit unserem Beratungsangebot ebenso an männliche Betroffene sowie deren Angehörige zu wenden.

Wie auch bei den weiblichen Betroffenen stehen hinter dem essgestörten Verhalten psychische und soziale Probleme, die über das Essen zum Ausdruck kommen. Nicht selten treten in diesem Zusammenhang auch Depressionen, Ängste oder Substanzmissbrauch auf.

Eine frĂĽhzeitige fachliche Behandlung ist wichtig, wir beraten Sie gerne!

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Muskeldysmorphie

Während bei weiblichen Betroffenen essgestörten Verhaltens häufig ein möglichst geringes Körpergewicht und Schlanksein zentral sind, streben Jungen*/Männer* hingegen vor allem einen durchtrainierten und muskulösen Körper an, was auch mit einer Veränderung und Problematik im Essverhalten einher gehen kann. Wenn sich dies verfestigt, das Leben zunehmend von strikten Ernährungsplänen und exzessivem Trainingsverhalten bestimmt wird, kann sich eine sogenannte „Muskeldysmorphie“ (auch Muskelsucht oder Adonis-Komplex genannt) entwickeln. Ähnlich der verzerrten Körperwahrnehmung, sich in der Magersucht als „dick“ zu erleben, bezeichnen sich Betroffene von einer Muskeldysmorphie als „schmächtig“. Das Gefühl, trotz aller Anstrengungen nicht die Wunschfigur zu erreichen, kann zur Beeinträchtigung der Alltagsverpflichtungen sowie depressivem Verhalten und sozialem Rückzug führen.

Hier finden Sie ein „Erklär-Video“ zur Muskeldysmorphie!